Dr. Gerhard Streminger

Streminger, Gerhard         Fotografie ©evelinFrerk          

 

Dr. Gerhard Streminger, Philosoph;

Beirat Giordano Bruno Stiftung
Beirat Hans-Albert-Insitut 
- Freidenker Österreich, www.freidenker.at/e/wir-ueber-uns/wissenschaftl.-beirat/

Gerhard Streminger wurde 1952 in Graz in Österreich geboren. Ab 1970 ging er einem Studium der Philosophie und Mathematik in Graz, Göttingen, Edinburgh und Oxford nach. Von 1975 bis 1997 war er am Institut für Philosophie der Universität Graz beschäftigt, wo er 1978 promovierte. Drei Jahre später war er als Visiting Professor an der University of Minnesota in Minneapolis tätig.

Nach seiner Habilitation 1984 wurde er 1988 zum Assistenzprofessor ernannt und 1995 erfolgte die Ernennung zum tit. ao. Universitätsprofessor. 2006 wurde ihm der David-Hume-Preis der Kellmann Stiftung für Humanismus und Aufklärung verliehen.

 Veröffentlichungen u. a.

2021 Die Welt gerät ins Wanken;
Das Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755  und seine Nachwirkungen auf das europäische Geistesleben. Ein literarischer Essay

Alibri, 197 Seiten, Abbildungen, Klappenbroschur, Euro 18.-
ISBN 978-3-86569-346-4

Aus dem Inhalt:
Vorwort * Zur kulturellen Situation im damaligen Portugal * Freitag, 31. Oktober 1755 * Das Beben * Der Tsunami * Das Feuer * Die Menschenmonster * Lissabon ist nicht mehr * Marqués de Pombal * Die Straftheologie * Der Deismus * Die wissenschaftliche Denkweise

Inhaltsverzeichnis https://www.alibri-buecher.de/docs/Inhalt346.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_von_Lissabon_1755

"Das Erdbeben von Lissabon mit seinen 60.000 Toten ist bis heute die folgenreichste Naturkatastrophe, die Europa in der Neuzeit traf. Die Erdstöße, der folgende Tsunami und die anschließenden tagelangen Brände zerstörten nicht nur die damals reichste Stadt des Kontinents, sie brachten auch das christliche Weltbild vieler Menschen ins Wanken. In Portugal wird das Erdbeben zum Auslöser grundlegender Modernisierungsschritte. In Europa befördert es die Bestrebungen, die Phänomene der Welt ohne den Rückgriff auf Gott, auf menschliche Schuld und göttliche Strafe zu erklären. Der Aufstieg des säkularen Weltbildes ist mit dem Untergang Lissabons untrennbar verbunden.
In ganz Europa suchten Intellektuelle – darunter Kant, Voltaire, Rousseau – nach einer Erklärung für die Katastrophe, die am 1. November 1755 über Lissabon hereinbrach. Die Vorstellung, dass ein gütiger und wohlwollender Schöpfer die Welt nach Naturgesetzen eingerichtet hat, die sich der menschlichen Vernunft erschließen, war in Frage gestellt. Der Fortschrittsoptimismus der frühen Aufklärung war tief erschüttert.
Gerhard Streminger entwirft ein Panorama Lissabons am Vorabend der Katastrophe. Er begibt sich in die durch Sklavenhandel und koloniale Ausbeutung reich gewordene Hauptstadt eines kulturell rückständigen Landes, in dem auch Mitte des 18. Jahrhunderts noch häufig die Scheiterhaufen brennen. Er lässt uns erleben, wie die portugiesische Metropole und mit ihr der Glaube an einen gerechten Gott untergehen."

Rezension 2021.12 Anton Grabner-Haider
https://hpd.de/artikel/welt-geraet-ins-wanken-19965

425 Stremingerr Alibri

 

 

 

 

 

 

 

 

 

      

 

 

Streminger Wissenswertes

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  • 2016-10:  Gerhard Streminger "Die Fremde ", Roman Braumüller, 240 S.
    Gerhard Streminger führt in die schottischen Highlands, in ein stilles Tal, dessen fruchtbare Landschaft die Familien jahrhundertelang ernährte. Gelegentlich entspringende Quellen flossen in kleinen Rinnsalen die Abhänge der Berge hinab, vereinten sich in tiefsten Stellen des Tals zu Bächen und diese schließlich zu einem beachtlichen Fluss. Er ist die Energie und zieht die Begierlichkeit, gekleidet in die Worte Fortschritt und Wohlstand auf sich. Das Buch enthält viele Geheimnisse ... "Die Fremde" bleibt nicht der geografische Begriff.  Für die Salzburger Nachrichten war es für den Dezember 2016 das Buch des Monats.

Steminger 2016

 

https://hpd.de/artikel/fremde-roman-und-sein-autor-13694

auch - Rezension von Karoline Pilcz "Entwurzelt"
Nicht nur Kriege zwingen zur Flucht, auch der menschliche Fortschritt. Gemeinsam mit ihrer Familie muss die fünfzehnjährige Emily ihr Dorf in den schottischen Highlands verlassen, weil ein Staudamm gebaut wird. . es entwickelt sich eine sehr persönliche Geschichte über das Fremdsein und das Erinnern, über das Loslasen und das Weitegehen http://members.aon.at/gstremin/Fremde_buchkultur.jpg

 

Veröffentlichungen (Auswahl):

2015: 

2013: 

  • David Hume: Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral. Herausgabe und Übersetzung von David Humes "An Enquiry concerning the Principles of Morals". Ditzingen: Reclam 1984 (3. Auflage 2002, 304 Seiten)
  • David Hume - Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek: Rowohlt 1986 (4. Auflage 2011, 160 Seiten)
  • Adam Smith - Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek: Rowohlt 1989 (2. Auflage 1999, 160 Seiten)
  • Gottes Güte und die Übel der Welt. Das Theodizeeproblem. Tübingen: Mohr Siebeck 1992 (442 und VI Seiten)
  • David Hume - Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand. Ein einführender Kommentar. Stuttgart: UTB 1995 (254 Seiten)
  • Der natürliche Lauf der Dinge. Essays zu Adam Smith und David Hume. Marburg: Metropolis 1995 (256 Seiten)
  • ECCE TERRA. Zur englischen Gartenkunst. Norderstedt b. Hamburg: Bod 2008 (116 Seiten)
  • David Hume. Der Philosoph und sein Zeitalter. München: Beck 2011 (797 Seiten; auch als eBook erhältlich)
  • hpd: Großes Sommerinterview 2010 - Ein Band der Freundschaft knüpfen - Gespräch in drei Teilen

    Teil 1 https://hpd.de/node/9917
    Der Philosoph Gerhard Streminger über David Hume, Adam Smith, Marktwirtschaft, Religionskritik und auch darüber, warum Streminger meint, dass man von der britischen Kultur durchaus noch immer etwas lernen könne, beispielsweise, ein guter Verlierer zu sein -

    Teil 2  https://hpd.de/node/9935
    Streminger: Ich bin getauft worden, aber komme aus einer sozialdemokratischen Familie – das klingt spannender,    als es in Wirklichkeit ist. Denn dies hieß nur, dass man zu Hause immer nur eine bestimmte Partei  wählte, Punktum. Gut begründet wurde das alles nicht, wenn auch später die Regierungszeit Bruno Kreiskys sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde. Mir erging es also so wie vielen meiner Generation, die in
    weltanschaulichen Dingen vernachlässigt wurden und, mit Bildung oder Lebensweisheit kaum ausgestattet, sich in
    einer fremden Welt behaupten mussten. Als ich jung war, wurde praktisch alles dem Wiederaufbau untergeordnet.
     Nachdem große Teile unserer Eltern- und Großelterngeneration halb Europa und die ganze Humanität in Schutt
     und Asche gelegt hatten, war die Restauration wichtiger als die Bildung der Kinder; und in den Schulen traf man
     dann die alten Nazis und die ach’ so armen Priester, die wahren Opfer des Nationalsozialismus. .


    Teil 3 https://hpd.de/node/9963/seite/0/1
    Streminger: ... Der Mensch ist im Monotheismus bloß Objekt, er spielt nur eine Rolle im göttlichen ‚Heilsplan’,…

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Weitere Informationen: http://www.streminger.com

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