Wolfgang Günther

Wolfgang Günther

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Selbstdefinition

Dialektischer und historischer Materialismus

Entscheidende Erfahrungen

Durch kritisches Nachdenken: de omnibus dubitandum

Elitär

Wenn Aufklärung den Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit bedeutet, kann jeder sich durch das Wagnis sich seines Verstandes zu bedienen aus ihr befreien.

Religiöse Zwänge

 Ich habe mich während meines Theologiestudiums, das ich mit einem Examen abgeschlossen habe, vor allem durch die Lektüre Karlheinz Deschners von den religiösen Zwängen befreit und bin aus der Kirche ausgetreten.

Konkrete Eigenerfahrungen mit Religiosität

 Ich kann den Seufzer der unterdrückten Menschen verstehen, die ihre Ängste und Wünsche in ein imaginäres Jenseits projizieren.

Selbst lebe ich nach dem Motto. "Schafft hier das Leben gut und schön - kein Jenseits ist, kein Aufersteh´n!"

Glaubensfreie Alternativen

Erbauung finde ich in der Natur, der Kunst, der Kultur und im gesellschaftlichen Engagement.

 

Freiheit, eigene Wünsche und Gedanken zu leben

Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit. Freiheit ist nur im Miteinander möglich, in der Einheit von Mensch und Natur.

 

Zusammenhang zwischen Humanismus und Aufklärung

 Durch die Aufklärung tritt an die Stelle Gottes der Mensch, an die Stelle des Dogmas die ethische Verantwortung.

Praktischer Humanismus

Ein Humanist ist kein Missionar. Es freut mich aber, wenn ich z.B. durch meine Trauerreden Menschen Trost und Denkanstöße geben kann, wie ein sinnerfülltes Leben ohne Transzendenz  möglich ist.

Selbstbestimmtes Leben und selbstbestimmtes Sterben

Genau wie das Leben nur zum Teil selbstbestimmt sein kann, weil es in gesellschaftliche Strukturen eingebettet ist, gilt das auch für das Sterben.

Der Respekt vor dem Leben, dem eigenen wie dem fremden, ist das höchste humanistische Gebot.

Was schadet der Gesellschaft aktuell am meisten

Der kapitalistische Zwang zur Profitmaximierung zerstört Natur und Gesellschaft und führt zu Kriegen um Ressourcen  und Absatzmärkte. Er bringt Flucht, Konkurrenzdenken und Rassismus hervor.

Stille bzw. unbekannte Humanisten

All jene, die sich einsetzen für die Mühseligen und Beladenen und die kämpfen für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung    

 

Humanismus und Spiritualität

Für mich ist ein Ort des Andenkens und der Besinnung das Denkmal in Buchenwald. Nie wieder Faschismus - nie wieder Krieg!

Zukunft und Wünsche

Eine Welt des Friedens und der Solidarität ist möglich und nötig. Rosa Luxemburg hat uns die Alternative vor Augen geführt: Sozialismus oder Barbarei.

Antworten © Wolfgang Günther
„Epikurs Garten” - „Who is Hu” - Gesichter gegenwärtiger Humanisten © Evelin Frerk (1127)

Die Reproduktion und das Kopieren sind nicht zulässig. Auch Auszüge bedürfen der schriftlichen Genehmigung.

Fragen entwickelt und gestellt von Evelin Frerk und Laura Kase.
Mit Dank an Dr. Fiona Lorenz  ∆ und die Philosoph_Innen Dr. Ursula Menzer, Prof. Dr.Gerhard Streminger.