Ingrid Steffen-Binot
Ingrid 'Bibi' Steffen-Binot, Unternehmerin, * 1942
Fotografie ( 2004 Köln mit James Randi, 2005 Mastershausen, 2010 Mainz, Allensbach 2015 - © Fotocredit Evelin Frerk.
Seit 2004, dem Gründungsjahr der Giordano-Bruno-Stiftung, ist Ingrid Steffen-Binot (zu diesem Zeitpunkt Ingrid Binot) an der Seite von Herbert Steffen, dem Gründer und Vorstandsvorsitzender der Stiftung; in offizieller Position von Anfang an bis 2021 zuständig für den Bereich Finanzen und Verwaltung, später und bis 2020 Mitglied des Kuratoriums der Stiftung. Ebenfalls bildet sie für eine Vorstands-Periode mit neun weiteren Privat-Personen und acht Institutionen den Förderkreis Humanistischer Pressedienst e. V. Die 2. Ehe ging sie mit Herbert Steffen ein.

https://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/die-hohe-kunst-der-rationalitaet
2004-10-13 - Köln, Abend der IBKA-Preisvergabe an James "Amazing" Randi. Die "junge Dame", die ihm den Löffel hält, den "Mr. Geller mit göttlicher Kraft" biegt ist Ingrid Binot (Text-Auszug Video_Aufzeichnung)

Randi: "Ich habe hier einen großen Suppenlöffel. (bückt sich nach einem Löffel) Es ist ein – oh, das ist ein hierzulande ein in der Besteckbranche sehr bekanntes Unternehmen mit Namen ‚Rostfrei’. (Lachen im Publikum) Anscheinend machen sie dort sehr gute Löffel! (Lachen im Publikum) Ich brauche jemanden, der mir hierbei hilft. Vielleicht die junge Dame hier (zeigt auf eine Zuschauerin - es ist Ingrid Binot – würden Sie mir helfen? Sie können einfach hier stehen bleiben, Sie müssen nicht tanzen oder singen oder so was. (Lachen im Publikum) Nun, wie Sie sehen, (klopft mit Löffel auf das Podium) ist dies ein ‘Rostfrei’. Richtig? (‚Assistentin’ nickt)
O.k. Bitte halten Sie nun den Löffel – ich biege grade mal das Mikro ein wenig aus der Kamera (biegt Mikro beiseite) – und halten Sie ihn zwischen Ihren Fingern, genau so! (macht vor, wie die ‚Assistentin’ den Löffel halten soll) O.k.? Sehr gut. Drehen Sie sich ein wenig mehr zur Kamera, so ungefähr. Nun (faßt den von der Assistentin gehaltenen Löffel mit der rechten Hand in der Mitte des Stiels an) – Augenblick – ich will meine linke Hand nehmen – ich werde ihn jetzt ganz sanft reiben. (jemand läuft vor der Kamera vorbei) Achten Sie nicht auf diese merkwürdigen Leute. (reibt mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand sanft über den Löffelstiel) Und nun sagen Sie mir bitte, ob Sie sehen, daß hier irgend etwas passiert. Sagen Sie mir auch, wenn Sie spüren, daß der Löffel warm wird. Ich reibe ganz sanft. Vielleicht gebe ich ihm einen kleinen – oh, sehen Sie! – Halten Sie ihn nicht zu fest, ganz locker. Bitte keinen Druck anwenden! (bewegt den Löffel leicht auf und ab)
Ich will nur – oh, schauen Sie sich das an! Er wird anscheinend ganz weich und flexibel. Ist das nicht merkwürdig? Offen gesagt, ‚Rostfrei’ macht doch keine guten Löffel. (Lachen im Publikum) Das verwirrt mich einigermaßen. Ich werde meine sämtlichen ‚Rostfrei’-Aktien verkaufen. Und er scheint – halten Sie ihn ganz, ganz locker – sehen Sie – nicht drücken – sehen Sie sich das an! Er scheint wirklich ganz weich zu werden, wie gekochte Spaghetti! – Jetzt können Sie ihn loslassen. Vielen Dank. Ich nehme ihn wieder. Ich halte ihn jetzt hoch, damit die Zuschauer ihn sehen können – also, ich muß ihn so halten. (hält den Löffel vor dem Publikum hoch) Nun, ich halte ihn also zwischen Daumen und Zeigefinger und schüttle ihn vorwärts und rückwärts. Sie können es sehen: Da ist wirklich etwas erstaunliches passiert! Ich glaube es einfach nicht, sollte ich womöglich die Million Dollar auszahlen müssen? (Lachen im Publikum) Er wird immer weicher, sehen Sie nur! Und er biegt sich sogar nach der Seite! (Löffel biegt sich völlig durch, allgemeines Gelächter, lebhafter Beifall) Nein, lachen Sie nicht – das ist Wissenschaft!
Nun, Mr. Geller behauptet, daß er das mit Hilfe göttlicher Kraft tut. Alles, was ich Mr. Geller dazu sagen kann ist folgendes: Wenn er es mit Hilfe göttlicher Kraft tut, dann macht er sich’s wirklich schwer. (Lachen im Publikum) Nun, junge Dame, könnten Sie bitte nochmal nach vorn kommen? Strecken Sie bitte Ihre Hände aus, so, unter den Löffel. So ist es richtig. (läßt den Löffel – in zwei Teilen – auf die Hände der Assistentin fallen) Ha, den dürfen Sie als Andenken mitnehmen. Ich möchte den Applaus hören. (hält die rechte Hand ans Ohr und lauscht dem Beifall, Assistentin verläßt die Bühne) Danke!"
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Ingrid Steffen-Binot wurde 1942 in Reudnitz/Vogtland geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau arbeitete sie von 1963-66 als Direktionssekretärin in einem gastronomischen Großunternehmen und anschließend als Redaktionssekretärin in einem Kölner Verlag („Neue Illustrierte“). Seit Ende der 60er Jahre leitete sie gemeinsam mit ihrem ersten Ehemann Binot ein Unternehmen der Elektroindustrie (Binot Steuerungstechnik GmbH). Sie führt den auf "Steuerungsbau" spezialisierten Betrieb nach dessen Tod im Jahre 1994 bis zum Verkauf 2002 selbständig weiter.
Berlin, 2023-09-22 | 2026-11-01 ef