Dr. Monika Griefahn

Dr. Monika Griefahn           Fotografie©evelinFrerk.

Dr. Monika Griefahn, Politikerin, Soziologin

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Monika Griefahn wurde am 3. Oktober 1954 in Mülheim an der Ruhr geboren. Nach ihrem Abitur absolvierte sie ein Studium der Mathematik und Soziologie in Göttingen und Hamburg, das sie 1979 als Diplom-Soziologin abschloss. Von 1980 bis 1983 hatte sie die Position der Co-Geschäftsführerin der Umweltorganisation Greenpeace Deutschland inne, zu deren Gründungsmitgliedern sie gehört. Sie organisierte Kampagnen für den Schutz der Nordsee und – im Laufe ihrer Arbeit für Greenpeace Deutschland und Greenpeace International – weitere Kampagnen gegen die chemische Verschmutzung der Meere und Flüsse. Von 1984 bis 1990 arbeite Monika Griefahn als erste Frau im Internationalen Vorstand von Greenpeace und war verantwortlich für die Gründung neuer Büros weltweit und für die Aus- und Fortbildung.

Von 1990 bis 1998 war sie Umweltministerin in Niedersachsen im Kabinett Gerhard Schröder. Damals wie heute setzt sie sich für eine neue Energiepolitik ein: für erneuerbare Energien und den Ausstieg aus der Atomenergie sowie für eine Produktion und Produkte, deren Materialien in biologische und technische Kreisläufe führen, d.h. keinen Abfall verursachen, sondern Nährstoff für neue Produkte sind (heute bekannt unter "Cradle to Cradle").

Von 1998 bis 2009 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort war sie in der SPD-Fraktion schwerpunktmäßig zuständig für die Bereiche Kultur und Medien, Neue Medien und auswärtige Bildungs- und Kulturpolitik. Dreimal zog sie als direkt gewählte Abgeordnete in das Parlament ein.

Zum Jahresbeginn 2012 gründete sie die "Monika Griefahn GmbH institut für medien umwelt kultur". Es berät Unternehmen und Organisationen bei der Umgestaltung ihres Hauses hin zur umfassenden Qualität und ist in der Nachhaltigkeitsbildung tätig.

Monika Griefahn ist vielfältig ehrenamtlich tätig – unter anderem als Co-Vorsitzende und Jurymitglied der Right Livelihood Award Foundation ("Alternativer Nobelpreis") und als Vorsitzende des Vereins "Cradle to Cradle – Wiege zur Wiege" e.V. Im Jahr 2013 promovierte sie.

Veröffentlichungen (Auswahl):

Natürlich wachsen. Erkundungen über Mensch, Natur und Wachstum aus kulturpolitischem Anlass (gemeinsam mit Edda Rydzy), 2013
Computerspiele als Kulturgut? In: S. Ganguin, B. Hoffmann (Hrsg.), 2010
Kulturwirtschaft und kulturelle Intelligenz. In: B. Wagner: Jahrbuch für Kulturpolitik 2008. Thema: Kulturwirtschaft und kreative Stadt.
Kreativität – ein Wirtschaftsfaktor? In: Kulturforum der Sozialdemokratie (Hrsg.): Kulturnotizen. 11/2006, Berlin.
Nachhaltigkeitspolitik und Kulturpolitik. In: Kulturpolitische Gesellschaft KuPoGe (Hrsg.): Kulturpolitische Mitteilungen II/2002, Bonn.
Nachhaltigkeitspolitik und Kulturpolitik – eine Verbindung mit Zukunft? In: H. Kurt, B. Wagner (Hrsg.): Kultur-Kunst-Nachhaltigkeit. Die Bedeutung von Kultur für das Leitbild Nachhaltige Entwicklung, 2002
(Hrsg.): Greenpeace. Wir kämpfen für eine Umwelt, in der wir leben können, 1983

Websites:

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