Ingrid Matthäus-Maier
Ingrid Matthäus-Maier, Politikerin, Juristin Fotografie©evelinFrerk
Aktuell u.a.
Berlin, 2022-02-21 Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonfernez - in Gemeinsamkeit
- Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben DGHS,
- DIGNITAS Deutschland e.V. http://www.dignitas.de/
- Verein Sterbehilfe e.V. https://www.sterbehilfe.de/
- Giordano-Bruno-Stiftung https://www.giordano-bruno-stiftung.de/
Thema "Zwei Jahre Karlsruher Urteil (§ 217) - Berliner Appell (2022) -10 Forderungen für humane Suizidhilfe in Deutschland
siehe auch
https://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/berliner-appell-2022
sowie/und
_ https://www.dghs.de/presse/presseschau/artikel/berliner-appell-2022-pressekonferenz-in-der-tagesschau-21-02-2022.html
_ https://hpd.de/artikel/uns-verbindet-humanistische-ideal-eines-selbstbestimmten-lebens-einschliesslich-eines-20145
https://www.youtube.com/watch?v=vs_vdbPNzOg
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Berlin, 30. Januar 2022
In der Männer-Republik - Wie Frauen die Politik eroberten
Autor Torsten Körner, Kiepenheuer & Witsch, 2020-02.
"Auf dem Standesamt", mit diesem Kapitel stellt der Autor Torsten Körner auf der Basis von Gesprächen die Stationen der 1945 geborenen Ingrid Matthäus in den Mittelpunkt.
Sein Fazit: "Wer auf den Lebensweg dieser Frau schaut, wird eine der bemerkenswertesten Politikerinnen der alten Bundesrepublik entdecken. Sie ist ... stets eine der Ersten."
Politisch
IMM vertritt in der FDP den linksliberalen Flügel.
Themen/Ziele
IMM setzt sich u. a. ein
§ 218 - für die Fristenlösung,
Gleichberechtigung von Mann und Frau,
für ein liberalen Grundempfindens in der Gesellschaft.
1972 Bundesvorsitzende der Jungdemokraten, erste Frau an der Spitze einer
Nachwuchsorganisation der Parteienlandschaft in der Bundesrepublik;
1976 Einzug in den Bundestag mit einem FDP-Mandat,
"Extremistenerlass ist Gesinnungsschnüffelei" führt zum
Parteischiedsgerichtsverfahren;
1977 finanzpolitische Sprecherin der FDP
(gegen den erbitterten Widerstand von Otto Graf Lambsdorf);
1979 Vorsitzende des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags
("... auch hier setzt sie sich in einer klassichen Männerbastion durch")
Mediale Stimmen fragten zu dieser Zeit,
ob sie sich diese für eine Frau ungewöhnliche Ämter/Aufgaben überhaupt zutraue;
die dpa setzt als Stempel "attraktiv und aggressiv".
1982 auf dem Berliner Parteitag tritt IMM aus der FDP aus.
Sie fühlt sich an das Wahlversprechen von 1980,
die Koalition FDP und SPD gebunden.
Sie signalisiert "Widerspruchsgeist, Emanzipation, Selbstbewußtsein".
Eintritt in die SPD - Fortsetzung der Karriere.
1983 SPD-Kandidatin im Rhein-Sieg-Kreis;
1988 Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD,
erste Vorsitzende eines Bundestagsuntersuchungsausschusses,
"Goldenes Mikrofon" für die beste Bundestagsrede, IMM ist die erste Frau die diese
Auszeichnung erhält.
1998 Cicero-Rednerpreis,
Für die rot-grünen Regierung von Gerhard Schröder gilt IMM als Anwärterin für
das Amt der Finanzministerin. Oskar Lafontaines setzt seinen Machtanspruch durch.
1999 Vorstand der Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, Hausbank des Bundes;
2006 Vorstandssprecherin der KFW;
2008 Ingrid Matthäus-Maier legt dieses Amt nieder.
2012 Beginn der vierjährigen Präsidentschaft der
Vereinigung ehemalige Mitglieder des Deutschen Bundestages und des
Europäischen Parlaments e. V.
2016 Schatzmeisterin der zuvor genannten Vereinigung
Fotodokumentationen - die Parlamentarierin
Persönlich
In den 1960er Jahren studiert Ingrid Matthäus Rechtswissenschaft in Münster. Sie wohnte als Untermieterin bei einer katholischen Familie. "Freund Robert Maier ist häufig zu Besuch." Sie ziehen ohne Trauschein zusammen. 1974 heiratet das Paar. Der Standesbeamte beglückwünscht "Herrn und Frau Maier". Der Eklat nimmt seinen Lauf: Sie hat beantragt, ihren Mädchennamen an den des Ehemannes anzuhängen. Der Standesbeamte fühlt sich sicher, denn "das haben wir hier noch nie gemacht". Noch 1983 begleiteten beim Wahlkampf die Kandidatin Verunglimpfungen konservativer Kräfte, die sich gegen Doppelnamen stellten.
Eine steile Karriere, gleichzeitig Mutter von zwei Kindern - wie kann das gehen?
1980 wird das zweite Kind geboren. Diplom-Mathematiker Robert Maier stellt seine beruflichen und politischen Ambitionen zurück und kümmerte sich vor allem um Haushalt und Kinder.
IMM bittet als Parlamentarierin um "zügige Abarbeitung der Tagesordnung", führt präzise
Zeitplanung ein, Robert Maier, auch die Familie, bringen die Kinder pünklich zum Stillen in ihr Büro.
Fazit des Autoren: "Ein damals noch rareres Rollenmodell als heute."
Zitat IMM: "Männer sind nicht das Maß aller Dinge."
Lesung /Veranstaltung
2021-03-09, 18:30 in Neuss
2021-03-20, 19:30 in Mainz
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2019 März
50 Jahre Wahl Gustav Heinemanns zum Bundespräsidenten
Ein Stück Machtwechsel - Vortrag und Zeitzeugengespräch im Willy-Brandt Forum Berlin.
Ingrid Mathäus-Meier ist als Zeitzeugin zu Gast.
Fotografie ©evelin Frerk.
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Ingrid Matthäus-Maier, Laizistin in der SPD, aktiv im Thema Kirchenfinanzen u. a. mit GerDia - gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz auch gegen gegen Privilegien der Kirchen ...
http://www.google.de/search?client=safari&rls=en&q=Gerdia+Ingrid+Matthäus+Maier&ie=UTF-8&oe=UTF-8&gws_rd=cr&ei=BVleUp25GOfm4QTAm4DoAQ
(siehe auch die Grünen: Bundesweiter Arbeitskreis der Säkularen Grünen) http://saekulare-gruene.de/gerdia-gegen-religiose-diskriminierung-am-arbeitsplatz/
2017-01 Ingrid Matthäus-Maier wird Mitglied des WDR-Rundfunkrates, Rainer Ponitka (ibka) der Vertreter.
In einer WDR-Gesprächsrunde betont IMM: „Mich regt auf, dass eine Vereinnahmung der ganzen Sendertätigkeit stattfindet, als seien wir ein rein christliches Land. Dass mittlerweile fast 50 Prozent der Einwohner nicht Mitglied einer Kirche sind, ich nenne das säkular, wird nicht zur Kenntnis genommen. Ich habe gezählt: 1703 Verkündungssendungen gibt es im WDR pro Jahr, beim Deutschlandfunk gab es in den vergangenen drei Monaten 16 Gottesdienste à 54 Minuten, zum Glück gab es noch die Nachrichten.
Wir sind keine rein christliche Gesellschaft mehr. Wir sind eine säkulare, eine christliche, eine muslimische. Und diese Unterschiede kommen zu wenig zum Vorschein. Die Trennung von Kirche und Staat, die wir seit der Weimarer Verfassung haben – „Es gibt keine Staatskirche“ – wird sehr oft durchbrochen. Ich bin nicht dafür, dass Religion aus der gesellschaftlichen Wahrnehmung verschwindet, aber diese Zahl an Verkündigungssendungen war vielleicht mal angemessen in den Fünfziger Jahren, aber heute ist das nicht mehr angemessen. Und wir Laizisten müssen jede Veränderung hart erkämpfen.“
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Vita
Ingrid Matthäus-Maier wurde am 9. September 1945 in Werlte geboren. 1965 machte sie ihr Abitur in Duisburg. Sie studierte Rechtswissenschaft in Gießen und Münster und war danach bis 1976 als Verwaltungsrichterin in Münster tätig. 1969 trat sie in die F.D.P. ein. 1972 wurde sie Bundesvorsitzende der Jungdemokraten. Nach dem Koalitionswechsel 1982 ("geistig-moralische Wende") trat sie aus der F.D.P aus und in die SPD ein. Sie war Mitglied des Bundestages von 1976 bis 1982 und von 1983 bis 1999. Von 1999 bis 2008 gehörte sie dem Vorstand der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an, von 2006 bis Mitte 2008 war sie Vorsitzende und Sprecherin der KfW-Bankengruppe (Rücktritt im April 2008). Seit 2007 ist Ingrid Matthäus-Maier Mitglied der von Bundesminister Sigmar Gabriel ins Leben gerufenen Naturallianz, die sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzt.
Die "rote Ingrid", wie sie mitunter von Journalisten bezeichnet wurde, war maßgeblich an der Formulierung des 1974 entstandenen, damals wie heute erstaunlich fortschrittlichen FDP-Kirchenpapiers „Freie Kirche im Freien Staat“ beteiligt, das eine klare Trennung von Staat und Kirche (u.a. die Abschaffung der Kirchensteuer und die Ablösung sämtlicher exklusiver Staatsleistungen an die Kirchen) forderte. 1998 wurde sie mit dem CICERO-Rednerpreis ausgezeichnet.
Mit Dank an die Giordano-Bruno-Stiftung wurde von der Homepage die Vita von
Ingrid Matthäus-Maier Homepage übernommen.
Berlin 2020-07-02 | 2020-11-04 | 2022-02-28 eF.