Dr. Rolf Schröder

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Wissenswertes

Dr. Rolf Schröder, Dipl.-Physiker

 

2014-04-26:  Die Mitglieder der gbs-Hamburg e. V.  wählen Dr. Rolf Schröder in den Vorstand und zum 1. Vorsitenden.

2013-09-10 Hamburger Wahlprüfsteine 2013, symptomatische Zustandbeschreibung, wie die Parteien mit kirchlichen Themen und Religionsfragen umgehen https://hpd.de/node/16645

Dr. Rolf Schröder:

„Mit 13 kamen mir die ersten Zweifel an den tief in meinem Unterbewusstsein eingegrabenen – „christlichen“ – Wertevorstellungen und ihre Unverträglichkeit mit der physikalischen Realität. Im Umfeld meiner Kindheit gab es keine intellektuellen Anregungen, weder durch Schule noch durch Familie. Ich fühlte mich einsam und unsicher mit meinen Gedanken – es war schwer, mich zur Erkenntnis durchzuringen, dass ohne Gottesvorstellung ich ethisch nicht nur nicht mir schade und verloren bin, sondern stattdessen sogar einen großen Gewinn als menschliches Individuum mit einer in mir verankerten Ethik erfahre. Welche Befreiung!
Ich hatte nach Abschluss der Realschule 1958 eine Lehre als „Radio-Fernseh-Techniker“ begonnen, die ich 1961 mit der Gesellenprüfung abschloss - ich habe diese Zeit in recht positiver Erinnerung. Noch während der Lehrzeit begann ich, ein Abendgymnasium zu besuchen, und ich arbeitete als Radio-Fernseh-Techniker sowie Filmgerätetechniker. Nach Erhalt des Abiturs studierte ich Physik mit Mathematik und Chemie (1969 Diplom, 1973 Dissertation). Ich war als Wissenschaftler von 1969 bis 2006 tätig in der Astronomie (Lehre und Forschung), als Lehrbeauftragter (FH: Elektrotechnik, Physik) und als Wissenschaftler beim DESY (Beschleunigerkontrolle).
 
 
Die Aufklärung wurde zwar im Abendgymnasium behandelt (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen...), aber dass diese sich ausdrücklich gegen die religiöse Indoktrination (Verblödung) wandte und die Herausführung des Menschen daraus forderte, wurde mir damals nicht hinreichend bewusst. Auf der Suche nach Bestätigung meiner eigenen Erfahrung und „Erkenntnis“ stieß ich dann auf Bücher wie z. B. Bertrand Russells „Warum ich kein Christ bin“ oder „Demokratie ohne Dogma“ von Theodor Geiger, die damals eine große Hilfe für mich bedeuteten, da ich mich darin in vielem bestätigt fand. In dieser Zeit hatte ich die Verbandszeitschrift der Humanistischen Union abonniert.
 
Glücklicherweise traf ich 1964 während des Universitätsstudiums eine gleichgesinnte Frau, und kurz vor unserer Heirat traten wir gemeinsam aus der Evangelischen Kirche ca. 1968 aus. Wir haben zwei (inzwischen erwachsene) Kinder, ein „Pärchen“ – leider aber bisher keine Großkinder...
 
Mich hat immer die Verflechtung des öffentlichen Lebens mit den Vorstellungen und Interessen religiöser Gruppen und die daraus resultierende Verblödung gestört. Ich finde, dass dies in den letzten Jahren sogar beträchtlich zunahm! Auf der Suche nach Mitstreitern einerseits gegen diese zunehmende Arroganz und Intoleranz der Religiösen in Staat und Gesellschaft sowie andererseits zur Förderung von Aufklärung und Humanismus bin ich auf die GBS gestoßen und ihr als Fördermitglied beigetreten. Ihre Interessen und Ziele finde ich sehr vernünftig und unterstützenswert.“
Auf seiner Homepage schreibt Rolf Schröder zur Astonomie http://www.rschr.de/
 
Berlin/Hamburg ef2012-12-15/2013-07-11

 

 

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