Regina Eppert

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Wissenswertes

Regina Eppert          * 1943 Fotografie © evelin Frerk.
 
Regina Eppert ist Aktivistin, Aufklärerin, um Deckmantel und Mauern des Schweigens der Heimerziehung zu heben.
ie es im Nachkriegs-Deutschland - im Westen von 1945 bis 1975, im Osten von 1945 bis 1989 - in Kinder- und Erziehungsheimen, Fürsorgeheimen etc. unter dem Deckmantel "Heim-Erziehung", in "Obhutnahme" zugegangen ist, darüber sollte jedermann ehrlich Kenntnis erhalten könen. Das Wissen darüber darf nicht bei den Verantwortlichen stecken bleiben. Dafür setzt Regina Eppert sich ein. Dafür sind Impulse zu setzen. Die Frage steht im Raum: Wie kann Aufarbeitung gelingen?
 
Die Anzahl der betroffenen Kinder  wird auf 100.000 geschätzt. Regina Eppert sowie ihre Schwester waren im Vincenz-Heim. Es war von behördlicher Seite als ihr "Zuhause" bestimmt worden. "Schläge im Namen des Herrn", 2006 erschienen, schildert  u. a. den Alltag von Regina Eppert und ihrer Schwester  im Vincenzheim. Autor ides Buches ist Peter Wensierski. 
 
Ungezählte Veranstaltungen, ungezählte Arbeitskreise, Gremien, Initiativen bildeten sich, Symposien, Pressekonferenzen, Filme, Artikel, Bücher - auf allen Ebenen zog  sich der "Runde Tisch Heimerziehung" mit seiner Arbeit weiter. Die einen waren dafür, die anderen dagegen. Regina Eppert ist ganz klar: Über Tatsachen ist nicht zu diskutieren. Leugnen und Verleugnen steigert ihre Wut
 
Es gibt einen Sstz, der sie richtig wütend macht: Nicht nur die Heimkinder haben in der Nachkriegszeit gelitten, andere Menschen auch. Das sind Worte, die ihr immer wieder auch freundlich verbrämt entgegengehalten werden. Ähnlich sogar von dem Bundespräsidenten unterschrieben, wenn gleich wohl nicht von ihm selbst formuliert. 
 
Für Regina Eppert gibt es keine Frage mehr darüber, haben die Verantwortlichen um die Heimerziehung gewußt - ja sie haben,  verschweigen und vertuschen weiter. Sie stellen sich nicht ihrer Verantwortung. Das ist nicht hinzunehmen, das ist nicht zu ertragen. Regina Eppert ruft die Medien, die Öffentlichkeit auf, das Schweigen nicht weiter hinzunehmen. Fordert Verantwortlich zur Wahrheit auf, sich nicht zu verstecken, die viel zitierte Verjährung zu vergessen. Regina Eppert, als Autorin Regina Page, ist mit ihrem Anliegen in guter Gesellschaft dazu gehören Wissenschaftlern wie  beispielshaft Prof. Dr. Manfred Kappeler und auch der Verein ehemaliger Heimkinder e.V., der sich als Bürgerrechtsorganisation versteht und weiter nach einem Weg für ehemalige Heimkinder und ihre Anerkennung sucht.
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Dokumente sind nicht zum Vergessen entstanden. Hier Dokumente, z. B.  Filme, Trailer sind  eingebettet:
2013
Fernsehfilm der Woche, ZDF zur Hauptsendezeit.
Luisa und Paul, zwei ehemalige Heimkinder treffen sich nach 44 Jahren in Berlin. Sie setzen sich mit der Frage ihrer Jugend auseinandersetzen und, ob  sie vor dem Petitionsausschuss des Bundestages darüber berichten sollen, worüber sie so lange geschwiegen haben. Geblieben sind Bitterkeit und Einsamkeit und der vergebliche Versuch, ausserhalb von Deutschland Abstand zu gewinnen. https://hpd.de/node/15228
 
2015
ein Kino-Film von Christian Frosch, er handelt von Ruby und Martin.
Beide werden "weggesperrt, Ruby in die  geschlossene Erziehungseinrichtung eines katholischen Heims, Martin kommt nach 
"Freistatt", dem evangelischen Heim der Diakonie.
Ein Kommentar zum Film: "Der Film ist so unerträglich, man kann nicht wegsehen".
Martin und Ruby sind am Ende aufgrund der Volljährigkeit aus dem Heim entlassen, aber nicht befreit von dieser. https://hpd.de/artikel/11416
 
2015: 
Wie verhält sich die katholische Kirche, die Gemeinde, die Betroffenen selbst, ihre Familie, wie verhalten sich kirchenferne Menschen und – wie gehen Freunde mit dem Wissen um Missbrauch um? Der Täter sei Opfer einer irrsinnigen Falschbehauptung, lässt sich nicht aufrechterhalten. Der Täter gesteht, Personalverantwortliche der Amtskirche deckten den Täter zuvor und über das Ende des Films hinaus.
 
2016:
Ein Film, eine filmische Dokumentation und noch genauer, ein an die Realität gebundenes Spiegelbild, das katholisches Weltbild, Erziehung und Gehorsam wiedergibt: In Boston wird 2001
2016:
 
Ein Film von Peter Bringmann-Henselder, selber ehemaliges Heimkind.
Eine Dokumentation über evangelische, katholische und städtische Kinder-, Waisen- und Behinderten-Einrichtungen in Ost- und Westdeutschland
 
Aktivitäten von Regina Eppert - eine Auswahl
 
"Heim.weh", ein Theaterstück. Urheberin ist Regina Eppert, geboren am 25.03.1943, einen Teil ihrer Kindheit in der ehemaligen DDR verbracht. 
Die Fonds Heimerziehung zeigen das Projekt, entstanden mit Beteiligung des Autors und Regisseurs Thomas Nufer, an.
Von Nufer bearbeitet als: "Heim.weh - Ulrike Meinhofs letztes Interview".
Das Stück wurde 2015 in Münster uraufgeführt. Es sind Begegnungen einer jungen Frau mit einer Journalistin. Es ist der Stoff aus dem „Bambule“ entstanden ist. 
 
Dazu aus demnFonds-Heimerziehung:
"Mit Heim.weh erhält der Leser/Zuschauer einen Einblick in die Erfahrungen ehemaliger Heimkinder und die drastischen Folgen der Heimerziehung. Das Projekt möchte die Öffentlichkeit sensibilisieren für das Schicksal ehemaliger Heimkinder und ihr durchlebtes Leid, den Verlust ihrer Kindheit und Jugend und die brutalen Erziehungsmethoden in den Heimen. Gleichzeitig dient es der Prävention für Fehlentwicklungen in der heutigen Heimerziehungspraxis.
Inhaltliche Grundlage des Projektes ist das authentische Schicksal des Mädchens Irene aus dem Vincenzheim in Dortmund.
Hautnah wird vermittelt, wie es sich anfühlt, ohne Schuld eingesperrt sein Leben fristen zu müssen, ausgebeutet von Kirche und Staat ohne Liebe und Verständnis.
Das Stück versteht sich als Impulsgeber für eine öffentliche Debatte."
 
Literatur - Autorennamen Regina Page veröffentlicht - Link zur Deutschen Nationalbibliothek
Stille Schreie - oder wer ist eigentlich Elvis?, Engelsdorfer Verlag, 2013 und  Hörbuch Kindle Edition
Der Albtraum meiner Kindheit und Jugend – Zwangseinweisung in deutsche Erziehungsheime , Kindle Edition
Hotel der Alten, Engelsdorfer Verlag 2014, Hörbuch Kindle Edition
BRISANTES ... Worüber man(n) nicht spricht: Ein Buch für Frauen, das auch Männer lesen sollten, xxxxVerlag 20xx,  Kindle Edition
 
2011:
Regina Eppert mit einem Nachruf zu dem ehemaligen Heimind Josef "Sep" Doll
 
Berlin, 2018-04-03.eF
 

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